Glyphosat ist ein Wirkstoff in Pflanzenspritzmitteln (z.B. Roundup), dessen Verwendung erhebliche Risiken für die menschliche Gesundheit und unsere Umwelt mit sich bringt. Deshalb hat die Zivilcourage Miesbach schon 2016 eine Initiative „Gentechnikfreier Landkreis Miesbach“ gestartet und 2017 einen Beschlussvorschlag für den Kreistag formuliert, der schließlich vom Kreistag angenommen und einstimmig beschlossen wurde. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Zivilcourage-Partnergruppe Rosenheim konnten auch Glyphosatfrei-Schilder „Wir sind dabei! Glyphosatfrei“ und „Sei dabei! Glyphosatfrei!“ entwickelt werden, die seit dem Frühjahr 2019 vom Landratsamt Miesbach erhältlich sind.

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wurde im Mai 70 Jahre alt - Zeit für eine Würdigung und das Aufzeigen der Alltagsrelevanz. Zu diesem Zweck lasen der Otterfinger Lyriker Volker Camehn und Vertreter der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen wie Amnesty International (Berard Brown), Gemeinsam anders wohnen (Sebastian Oppermann), Pro Asyl (Hubert Heinhold), SPD (Verena Schmidt-Völlmecke) und Zivilcourage Miesbach (Werner Schmid) aus dem Grundgesetz und diskutierten Wert und Bedeutung für ihre tägliche Arbeit. Die Prosa-Gedichte von Volker Camehn umrahmten die Veranstaltung und sorgten für einen lebendigen Abend. Die Zivilcourage Miesbach las die Artikel GG Art. 2, 5, 20a vor.

Der Kreisverband Miesbach des Bayerischen Bauernverbandes hatte am 25. Juni zu einem gemeinsamen Meinungsaustausch mit Herrn Landrat Wolfgang Rzehak, mit der Kreisvorstandschaft Bündnis 90/Die Grünen, den Kreisvorstandschaften des Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz sowie Vertretern der Zivilcourage Miesbach geladen. Nach der Besichtigung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von BBV-Kreisobmann Hans Hacklinger in Osterwarngau diskutierten die Teilnehmer beim Huberwirt wichtige landwirtschaftliche Themen. Das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ und die Sorge wegen schleichender Enteignung stellten dabei zentrale Themen dar. Der Meinungsaustausch soll sich regelmäßig wiederholen.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind eigentlich Kernthemen der Kirche. Schließlich soll die Schöpfung, Gottes Werk, bewahrt werden. Deshalb haben der Pfarrverband Miesbach zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde zum Ökumenischen Schöpfungstag auf der Klosterwiese in Miesbach eingeladen.

8 Mitglieder der Zivilcourage Miesbach reisten in der 2. Maiwoche nach Mals im Obervintschgau, das auf dem Weg zur pestizidfreien Gemeinde ist. Zweck des Besuchs war, uns zu informieren, aber auch wichtige Akteure in Mals zu unterstützen und zu stärken.

Beim Gespräch mit Maria Noichl, MdEP (SPD) ging es um die künftige Agrarpolitik der EU, insbesondere die Ausgestaltung der Agrarsubventionen und damit auch um die verschiedenen Themen des Positionspapiers der Zivilcourage Miesbach. Frau Noichl berichtete über die abgeschlossenen Beratungen im EU-Agrarausschuss. Ein Umdenken in der Agrarpolitik war noch nicht erkennbar.

Die Europäischen Gesetze verbieten zwar die Patentierung von Pflanzen aus herkömmlicher, konventioneller Züchtung. Trotzdem hat das Europäische Patentamt (EPA) erneut PATENTE AUF Melonen; Tomaten, Zwiebeln, Salat, Petersilie und Gurken erteilt, die ohne Gentechnik gezüchtet wurden. Einsprüche gegen Patente auf Braugerste wurden sogar zurückgewiesen. Vor diesem Hintergrund protestierten rund 30 Organisationen gemeinsam vor dem EPA am 27. März. An diesem Tag traf sich der Verwaltungsrat, in dem die Vertreter der Vertragsstaaten des EPA sitzen. Dieser soll dafür sorgen, dass die Verbote auch eingehalten werden.