Keine Patente auf Leben – Bild von congerdesign auf Pixabay.

Keine Patente auf Leben: auch Pflanzen werden patentiert!

Genverändertes (GV) Saatgut, GV-Pflanzen und -Tiere, aber auch Produkte aus konventioneller Züchtung werden patentiert. Die Zahl der Patentanträge auf Pflanzen und Tiere in Europa steigt beständig. Über 3.000 Patente auf Pflanzen wurden bereits erteilt – die meisten davon im Bereich Gentechnik. In den letzten 10 – 15 Jahren gibt es eine stetig steigende Anzahl von Patentierungen auf Pflanzen, die aus konventioneller Züchtung stammen.

Agro-Gentechnik – Bild von Peggy Choucair auf Pixabay.

Gentechnik: Risiken für Mensch & Umwelt unkalkulierbar

Ursprünglich verstand man unter Agrogentechnik Labortechniken, um künstlich artfremde Gen-Einheiten, auch von Tieren, in pflanzliches Erbmaterial einzufügen. Eine derartige Neuprogrammierung des DNS-Plans würde so in der Natur nie erfolgen. Deshalb ist mit unbeabsichtigten unkontrollierten Auswirkungen zu rechnen.

Landkreis Miesbach setzt Zeichen als „Glyphosatfreier Landkreis“ – Bild von holzijue auf Pixabay.

Lkr. Miesbach setzt Zeichen als „Glyphosatfreier Landkreis“

Glyphosat ist ein Wirkstoff in Pflanzenspritzmitteln (z.B. Roundup). Dessen Verwendung bringt erhebliche Risiken für die menschliche Gesundheit und unsere Umwelt mit sich. Glyphosat steht im Verdacht krebsauslösend zu sein. Die Rückstände in Pflanzen bewirken Resistenzen, die immer mehr chemische Pflanzenspritzmittel erforderlich machen.

Aktuelles

Glyphosatfreier Landkreis Miesbach seit 2017 – Wir sind dabei! – Bild von holzijue auf Pixabay.

Glyphosat ist ein Wirkstoff in Pflanzenspritzmitteln (z.B. Roundup), dessen Verwendung erhebliche Risiken für die menschliche Gesundheit und unsere Umwelt mit sich bringt. Deshalb hat die Zivilcourage Miesbach schon 2016 eine Initiative „Gentechnikfreier Landkreis Miesbach“ gestartet und 2017 einen Beschlussvorschlag für den Kreistag formuliert, der schließlich vom Kreistag angenommen und einstimmig beschlossen wurde. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Zivilcourage-Partnergruppe Rosenheim konnten auch Glyphosatfrei-Schilder „Wir sind dabei! Glyphosatfrei“ und „Sei dabei! Glyphosatfrei!“ entwickelt werden, die seit dem Frühjahr 2019 vom Landratsamt Miesbach erhältlich sind.

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wurde im Mai 70 Jahre alt - Zeit für eine Würdigung und das Aufzeigen der Alltagsrelevanz. Zu diesem Zweck lasen der Otterfinger Lyriker Volker Camehn und Vertreter der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen wie Amnesty International (Berard Brown), Gemeinsam anders wohnen (Sebastian Oppermann), Pro Asyl (Hubert Heinhold), SPD (Verena Schmidt-Völlmecke) und Zivilcourage Miesbach (Werner Schmid) aus dem Grundgesetz und diskutierten Wert und Bedeutung für ihre tägliche Arbeit. Die Prosa-Gedichte von Volker Camehn umrahmten die Veranstaltung und sorgten für einen lebendigen Abend. Die Zivilcourage Miesbach las die Artikel GG Art. 2, 5, 20a vor.

Der Kreisverband Miesbach des Bayerischen Bauernverbandes hatte am 25. Juni zu einem gemeinsamen Meinungsaustausch mit Herrn Landrat Wolfgang Rzehak, mit der Kreisvorstandschaft Bündnis 90/Die Grünen, den Kreisvorstandschaften des Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz sowie Vertretern der Zivilcourage Miesbach geladen. Nach der Besichtigung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von BBV-Kreisobmann Hans Hacklinger in Osterwarngau diskutierten die Teilnehmer beim Huberwirt wichtige landwirtschaftliche Themen. Das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ und die Sorge wegen schleichender Enteignung stellten dabei zentrale Themen dar. Der Meinungsaustausch soll sich regelmäßig wiederholen.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind eigentlich Kernthemen der Kirche. Schließlich soll die Schöpfung, Gottes Werk, bewahrt werden. Deshalb haben der Pfarrverband Miesbach zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde zum Ökumenischen Schöpfungstag auf der Klosterwiese in Miesbach eingeladen.

8 Mitglieder der Zivilcourage Miesbach reisten in der 2. Maiwoche nach Mals im Obervintschgau, das auf dem Weg zur pestizidfreien Gemeinde ist. Zweck des Besuchs war, uns zu informieren, aber auch wichtige Akteure in Mals zu unterstützen und zu stärken.

Beim Gespräch mit Maria Noichl, MdEP (SPD) ging es um die künftige Agrarpolitik der EU, insbesondere die Ausgestaltung der Agrarsubventionen und damit auch um die verschiedenen Themen des Positionspapiers der Zivilcourage Miesbach. Frau Noichl berichtete über die abgeschlossenen Beratungen im EU-Agrarausschuss. Ein Umdenken in der Agrarpolitik war noch nicht erkennbar.

Die Europäischen Gesetze verbieten zwar die Patentierung von Pflanzen aus herkömmlicher, konventioneller Züchtung. Trotzdem hat das Europäische Patentamt (EPA) erneut PATENTE AUF Melonen; Tomaten, Zwiebeln, Salat, Petersilie und Gurken erteilt, die ohne Gentechnik gezüchtet wurden. Einsprüche gegen Patente auf Braugerste wurden sogar zurückgewiesen. Vor diesem Hintergrund protestierten rund 30 Organisationen gemeinsam vor dem EPA am 27. März. An diesem Tag traf sich der Verwaltungsrat, in dem die Vertreter der Vertragsstaaten des EPA sitzen. Dieser soll dafür sorgen, dass die Verbote auch eingehalten werden.

Überregionales Zivilcourage-Treffen mit den Landkreis-Gruppen Berchtesgadener Land/Traunstein, Ebersberg, Miesbach, München, Roth-Schwabach, Starnberg, Tölz-Wolfratshausen, Inntal (?)

Auslöser des Meinungsaustausches mit den Freien Wählern war der am 24.8.18 geschriebene Offene Brief „Aktionsbündnis Zivilcourage Miesbach stellt agrarpolitische Forderungen an Parteien im Bayerischen Landtag“ an alle zur Landtagswahl in Bayern zugelassenen Parteien (d.h. an CSU, Bündnis 90/ Die Grünen, FW, SPD, mut, Die Linke, ÖDP, FDP, Bayernpartei, Piratenpartei, AfD, LKR (Liberal Konservative Reformer), Die Humanisten Bayern, Die PARTEI, Partei zur Gesundheitsforschung, Partei für Mensch Umwelt Tierschutz, V-Partei). Aus der Antwort der Freien Wähler ergab sich eine Einladung in den Bayer. Landtag.

Über die Zivilcourage Miesbach

Wir sind ein breites Bündnis aus Verbrauchern und Bauern, Umwelt- und Naturschützern, Vertreter von Kommunen, Kirchen, Vereinen u.a. Organisationen. Wir engagieren uns ehrenamtlich und parteipolitisch unabhängig. Das Aktionsbündnis Zivilcourage Miesbach gibt es seit 2007. Es entstand zu einer Zeit, als das Thema „Chancen und Risiken der Grünen Gentechnik“ von Wissenschaftlern kontrovers und von der Bevölkerung heiß diskutiert wurde. Schon 2004 haben die Kreisverbände Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen des Bayerischen Bauernverbandes ein Zeichen gesetzt, indem sich die Landwirte mit freiwilligen Selbstverpflichtungserklärungen bereit erklärt haben, auf den Anbau von gentechnisch verändertem Mais MON 810 zu verzichten.

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Nächste Veranstaltungen

04 Nov.

Ort: Schliersee (Restaurant Jianni)

Ratgeber

In diesem Buch erzählt Vandana Shiva, die Galionsfigur des ökologischen Widerstands, über ihr Leben, ihre Motivation für Ernährungssouveränität und Saatgutfreiheit und ihre Vision für eine bessere Zukunft und echte Demokratie. Sie scheut nicht zurück, zum zivilen Ungehorsam aufzurufen – gegen Konzerne, die die Natur in Besitz nehmen, um sie uns dann wieder zu verkaufen, gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln und das Patentieren von Saatgut.

Glyphosatfreier Landkreis Miesbach seit 2017 – Wir sind dabei! – Bild von holzijue auf Pixabay.

Glyphosat ist ein Wirkstoff in Pflanzenspritzmitteln (z.B. Roundup), dessen Verwendung erhebliche Risiken für die menschliche Gesundheit und unsere Umwelt mit sich bringt. Deshalb hat die Zivilcourage Miesbach schon 2016 eine Initiative „Gentechnikfreier Landkreis Miesbach“ gestartet und 2017 einen Beschlussvorschlag für den Kreistag formuliert, der schließlich vom Kreistag angenommen und einstimmig beschlossen wurde. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Zivilcourage-Partnergruppe Rosenheim konnten auch Glyphosatfrei-Schilder „Wir sind dabei! Glyphosatfrei“ und „Sei dabei! Glyphosatfrei!“ entwickelt werden, die seit dem Frühjahr 2019 vom Landratsamt Miesbach erhältlich sind.

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wurde im Mai 70 Jahre alt - Zeit für eine Würdigung und das Aufzeigen der Alltagsrelevanz. Zu diesem Zweck lasen der Otterfinger Lyriker Volker Camehn und Vertreter der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen wie Amnesty International (Berard Brown), Gemeinsam anders wohnen (Sebastian Oppermann), Pro Asyl (Hubert Heinhold), SPD (Verena Schmidt-Völlmecke) und Zivilcourage Miesbach (Werner Schmid) aus dem Grundgesetz und diskutierten Wert und Bedeutung für ihre tägliche Arbeit. Die Prosa-Gedichte von Volker Camehn umrahmten die Veranstaltung und sorgten für einen lebendigen Abend. Die Zivilcourage Miesbach las die Artikel GG Art. 2, 5, 20a vor.

Der Kreisverband Miesbach des Bayerischen Bauernverbandes hatte am 25. Juni zu einem gemeinsamen Meinungsaustausch mit Herrn Landrat Wolfgang Rzehak, mit der Kreisvorstandschaft Bündnis 90/Die Grünen, den Kreisvorstandschaften des Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz sowie Vertretern der Zivilcourage Miesbach geladen. Nach der Besichtigung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von BBV-Kreisobmann Hans Hacklinger in Osterwarngau diskutierten die Teilnehmer beim Huberwirt wichtige landwirtschaftliche Themen. Das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ und die Sorge wegen schleichender Enteignung stellten dabei zentrale Themen dar. Der Meinungsaustausch soll sich regelmäßig wiederholen.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind eigentlich Kernthemen der Kirche. Schließlich soll die Schöpfung, Gottes Werk, bewahrt werden. Deshalb haben der Pfarrverband Miesbach zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde zum Ökumenischen Schöpfungstag auf der Klosterwiese in Miesbach eingeladen.

8 Mitglieder der Zivilcourage Miesbach reisten in der 2. Maiwoche nach Mals im Obervintschgau, das auf dem Weg zur pestizidfreien Gemeinde ist. Zweck des Besuchs war, uns zu informieren, aber auch wichtige Akteure in Mals zu unterstützen und zu stärken.

Beim Gespräch mit Maria Noichl, MdEP (SPD) ging es um die künftige Agrarpolitik der EU, insbesondere die Ausgestaltung der Agrarsubventionen und damit auch um die verschiedenen Themen des Positionspapiers der Zivilcourage Miesbach. Frau Noichl berichtete über die abgeschlossenen Beratungen im EU-Agrarausschuss. Ein Umdenken in der Agrarpolitik war noch nicht erkennbar.

Die Europäischen Gesetze verbieten zwar die Patentierung von Pflanzen aus herkömmlicher, konventioneller Züchtung. Trotzdem hat das Europäische Patentamt (EPA) erneut PATENTE AUF Melonen; Tomaten, Zwiebeln, Salat, Petersilie und Gurken erteilt, die ohne Gentechnik gezüchtet wurden. Einsprüche gegen Patente auf Braugerste wurden sogar zurückgewiesen. Vor diesem Hintergrund protestierten rund 30 Organisationen gemeinsam vor dem EPA am 27. März. An diesem Tag traf sich der Verwaltungsrat, in dem die Vertreter der Vertragsstaaten des EPA sitzen. Dieser soll dafür sorgen, dass die Verbote auch eingehalten werden.

Überregionales Zivilcourage-Treffen mit den Landkreis-Gruppen Berchtesgadener Land/Traunstein, Ebersberg, Miesbach, München, Roth-Schwabach, Starnberg, Tölz-Wolfratshausen, Inntal (?)