Dass der Zugang zu biologischer Vielfalt absolut notwendig ist, hat die Große Beschwerdekammer des Europäischen Patentamtes am 14.5.2020 bestätigt. Somit kann die Patentierung von konventionell gezüchteten Pflanzen und Tieren verboten werden. Die politischen Entscheidungen stehen noch aus, sollten aber schnellstmöglich getroffen werden.

Der Kreisverband Miesbach des Bayerischen Bauernverbandes hatte am 25. Juni zu einem gemeinsamen Meinungsaustausch mit Herrn Landrat Wolfgang Rzehak, mit der Kreisvorstandschaft Bündnis 90/Die Grünen, den Kreisvorstandschaften des Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz sowie Vertretern der Zivilcourage Miesbach geladen. Nach der Besichtigung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von BBV-Kreisobmann Hans Hacklinger in Osterwarngau diskutierten die Teilnehmer beim Huberwirt wichtige landwirtschaftliche Themen. Das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ und die Sorge wegen schleichender Enteignung stellten dabei zentrale Themen dar. Der Meinungsaustausch soll sich regelmäßig wiederholen.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind eigentlich Kernthemen der Kirche. Schließlich soll die Schöpfung, Gottes Werk, bewahrt werden. Deshalb haben der Pfarrverband Miesbach zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde zum Ökumenischen Schöpfungstag auf der Klosterwiese in Miesbach eingeladen.

8 Mitglieder der Zivilcourage Miesbach reisten in der 2. Maiwoche nach Mals im Obervintschgau, das auf dem Weg zur pestizidfreien Gemeinde ist. Zweck des Besuchs war, uns zu informieren, aber auch wichtige Akteure in Mals zu unterstützen und zu stärken.

Beim Gespräch mit Maria Noichl, MdEP (SPD) ging es um die künftige Agrarpolitik der EU, insbesondere die Ausgestaltung der Agrarsubventionen und damit auch um die verschiedenen Themen des Positionspapiers der Zivilcourage Miesbach. Frau Noichl berichtete über die abgeschlossenen Beratungen im EU-Agrarausschuss. Ein Umdenken in der Agrarpolitik war noch nicht erkennbar.

Die Europäischen Gesetze verbieten zwar die Patentierung von Pflanzen aus herkömmlicher, konventioneller Züchtung. Trotzdem hat das Europäische Patentamt (EPA) erneut PATENTE AUF Melonen; Tomaten, Zwiebeln, Salat, Petersilie und Gurken erteilt, die ohne Gentechnik gezüchtet wurden. Einsprüche gegen Patente auf Braugerste wurden sogar zurückgewiesen. Vor diesem Hintergrund protestierten rund 30 Organisationen gemeinsam vor dem EPA am 27. März. An diesem Tag traf sich der Verwaltungsrat, in dem die Vertreter der Vertragsstaaten des EPA sitzen. Dieser soll dafür sorgen, dass die Verbote auch eingehalten werden.

Überregionales Zivilcourage-Treffen mit den Landkreis-Gruppen Berchtesgadener Land/Traunstein, Ebersberg, Miesbach, München, Roth-Schwabach, Starnberg, Tölz-Wolfratshausen, Inntal (?)