Am 1. Juli startete unser Aktionsprogramm "Miesbacher Weg" für eine nachhaltige Landwirtschaft in unserem schönen Landkreis. Schwerpunkt bilden eine Reihe von Betriebsbesichtigungen mit Einblicken in die Arbeit des Landwirts und die Struktur des Betriebe.

Wir haben einen Offenen Brief zum 5G Mobilfunk Netzausbau an alle Bürgermeister in unserem Landkreis geschrieben. Über diesen Offenen Brief haben wir auch unseren Landrat und die Presse informiert.

Im Januar hat sich unser Aktionsbündnis Zivilcourage Miesbach sich an alle 9 Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt einer Landrätin/eines Landrat mit der Bitte gewandt, bis Mitte Februar zu unserem Positionspapier mit 9 Thesen zur nachhaltigen bäuerlichen Landwirtschaft Stellung zu nehmen. Die Themen des Positionspapiers reichen dabei vom Strukturwandel mit Betriebsaufgaben über die immer stärkere Intensivierung mit hohem Düngemitteleinsatz bis zur Förderpolitik in Brüssel. Wir haben alle 9 Kandidatinnen und Kandidaten auch um Äußerung zu der Frage gebeten, mit welchen Maßnahmen sie im Falle einer Wahl in der nächsten Wahlperiode eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft im Landkreis fördern wollen.

Glyphosat ist ein Wirkstoff in Pflanzenspritzmitteln (z.B. Roundup), dessen Verwendung erhebliche Risiken für die menschliche Gesundheit und unsere Umwelt mit sich bringt. Deshalb hat die Zivilcourage Miesbach schon 2016 eine Initiative „Gentechnikfreier Landkreis Miesbach“ gestartet und 2017 einen Beschlussvorschlag für den Kreistag formuliert, der schließlich vom Kreistag angenommen und einstimmig beschlossen wurde. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Zivilcourage-Partnergruppe Rosenheim konnten auch Glyphosatfrei-Schilder „Wir sind dabei! Glyphosatfrei“ und „Sei dabei! Glyphosatfrei!“ entwickelt werden, die seit dem Frühjahr 2019 vom Landratsamt Miesbach erhältlich sind.

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wurde im Mai 70 Jahre alt - Zeit für eine Würdigung und das Aufzeigen der Alltagsrelevanz. Zu diesem Zweck lasen der Otterfinger Lyriker Volker Camehn und Vertreter der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen wie Amnesty International (Berard Brown), Gemeinsam anders wohnen (Sebastian Oppermann), Pro Asyl (Hubert Heinhold), SPD (Verena Schmidt-Völlmecke) und Zivilcourage Miesbach (Werner Schmid) aus dem Grundgesetz und diskutierten Wert und Bedeutung für ihre tägliche Arbeit. Die Prosa-Gedichte von Volker Camehn umrahmten die Veranstaltung und sorgten für einen lebendigen Abend. Die Zivilcourage Miesbach las die Artikel GG Art. 2, 5, 20a vor.

Dass der Zugang zu biologischer Vielfalt absolut notwendig ist, hat die Große Beschwerdekammer des Europäischen Patentamtes am 14.5.2020 bestätigt. Somit kann die Patentierung von konventionell gezüchteten Pflanzen und Tieren verboten werden. Die politischen Entscheidungen stehen noch aus, sollten aber schnellstmöglich getroffen werden.

Der Kreisverband Miesbach des Bayerischen Bauernverbandes hatte am 25. Juni zu einem gemeinsamen Meinungsaustausch mit Herrn Landrat Wolfgang Rzehak, mit der Kreisvorstandschaft Bündnis 90/Die Grünen, den Kreisvorstandschaften des Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz sowie Vertretern der Zivilcourage Miesbach geladen. Nach der Besichtigung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von BBV-Kreisobmann Hans Hacklinger in Osterwarngau diskutierten die Teilnehmer beim Huberwirt wichtige landwirtschaftliche Themen. Das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ und die Sorge wegen schleichender Enteignung stellten dabei zentrale Themen dar. Der Meinungsaustausch soll sich regelmäßig wiederholen.