Gründung am 14. April 2008     

Zivil-Courage-Miesbach


Wir setzen uns ein gegen jegliche Patente auf Leben
und für einen Agro-Gentechnik (Genmanipulation) freien
Landkreis Miesbach, Bayern, Deutschland und Europa.


„Das größte Problem von Experten ist,
ein Problem zu Ende zu denken.“


Albert Einstein       

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Verband Bayerischer Bienenzüchter e.V.

Hennthal 11, 83308 Trostberg

Tel. 08623/919678, Fax 08623/919710

E-Mail – 1.Adresse: Verb.Bayer.Bienenzuechter@t-online.de

2.Adresse: Bayerisches-Bienenblatt@t-online.de





Hennthal, den 22.09.2008




Presseerklärung


Anlässlich unseres Verbandstags am Sonntag, den 21.09.08 trat auch Landwirt-

schaftsminister Seehofer im Zusammenhang einer Wahlkampfveranstaltung in

Ottobrunn (im selben Haus) zu einem spontanen Grußwort auf.

Alle Anwesenden hätten sich einige fundierte Aussagen zu den brisanten Themen

über die Deutsche Imkerei gewünscht! Viele Themen sind an ihn in den vergangenen

Monaten bereits herangetragen worden!


Als Antwort bekamen die 250 anwesenden Imker nur leere Phrasen zu hören, trotz

besseren Wissens des Ministers!


Der Verband Bayerischer Bienenzüchter setzt sich dafür ein, dass die Imker ihre

Bienen weiterhin in einer Landschaft frei von der Grünen Gentechnik halten können.

Es kann nicht sein, das unsere Imker ihre Bienen von solchen Gebieten wegstellen

müssen, nur damit sie sicher gehen dass nichts in die Bienenprodukte gelangt, oder

ihnen auch noch die Analysekosten für Rückstandsuntersuchungen überlassen

werden.

Wir Imker brauchen ein Land Bayern, besser noch ein Europa ohne Grüne

Gentechnik!

Es bringt unser Imkern nichts, wenn sich die Gemeinden als gentechnikfreie Zonen

erklären sollen, wie von Landwirtschaftsminister Seehofer anlässlich unseres

Verbandstags in Ottobrunn den kommunalen Vertretern vorgeschlagen hat.

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Ein Schelm wer sich Böses dabei denkt, wenn nunmehr den Kommunen die

Entscheidung über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zuge-

sprochen werden soll. Das entspricht einem inszenierten Chaos.

Wenn Herr Seehofer in Berlin sich für Gentechnik in allen Bundesländern ausspricht

aber nicht in Bayern, so wissen wir, was nach der Landtagswahl wirklich sein wird.


Oder warum hat sich die CSU in Berlin für den Anbau von gentechnisch veränderten

Pflanzen ausgesprochen und entsprechend abgestimmt!?

Es sollen also bundesweit gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden

dürfen. Das müssen die Wähler und Wählerinnen wissen!

Bienen haben einen Flugkreis von mehr als 3 km. Da helfen keine Abstandsflächen

von bis zu 300 Metern.

Eine Koexistenz von konventioneller Landwirtschaft und Landwirtschaft mit

Gentechnik ist dabei unmöglich, wenn es nicht einmal in einem Land wie Kanada

gelungen ist. In Kanada laufen die Imker Gefahr, Pollen von genverändertem

Raps in ihre Bienenprodukte zu bekommen, da bereits weite Teile Kanadas

mit genveränderten Raps bestellt sind.

Auch konventionelle Landwirte können da nicht mehr gentechnikfrei produzieren,

da durch Auskreuzung über Wildpflanzen eine Verunreinigung der Produkte erfolgt.


Wenn die Imker ihre Bienenvölker dann aus Gebieten mit genveränderten Pflanzen

abziehen, besteht die Gefahr dass keine Bienen mehr für eine ausreichende

Bestäubung zur Verfügung stehen. Dies trifft dann auch den Landwirt der keine

Gentechnik auf seinen Feldern einsetzt.


Es ist auch noch nicht ausreichend geklärt, wie es mit der Bienengesundheit bestellt

ist, wenn Bienen über einen langen Zeitraum genveränderten Pollen aufnehmen und

an die Bienenbrut verfüttern.


Bienen gelten als wichtiger Indikator, für eine gesunde Umwelt.

Imker beobachten immer öfters an ihren Bienenvölkern, dass viele Bienen nicht

mehr in ihre Stöcke zurückkehren. Durch Wirkstoffe in Pflanzenschutzmittel

verlieren die Bienen die Orientierung.

Besonders deutlich wurde dies im Frühjahr 2008 durch das massenhafte

Sterben der Bienen in Baden Württemberg durch das Beizmittel Clothianidin,

auch bayerische Imker im Raum Starnberg und Passau waren nachweislich betroffen!


Erstmals konnte durch Untersuchungen nachgewiesen werden, dass geringste Mengen

dieses Wirkstoffs für das Bienensterben verantwortlich sind.

Trotzdem darf dieser Wirkstoff als Beizmittel für Raps verwendet werden!

Auf Nachfrage beim Verbandstag durch den Verbandsvorsitzenden an Landwirt-

schaftsminister Seehofer, warum dieses Mittel für die Rapsbeizung zugelassen wurde,

sagte der Minister er höre von diesem Problem das erste Mal.

Obwohl bereits Imker vor 4 Wochen mit Herrn Minister Seehofer über dieses Thema

diskutiert hatten.

-2-






Wir Imker und Verbraucher/innen wollen auch weiterhin gesunde Lebensmittel.

Sobald gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden dürfen, wird es für die

Imker/innen nicht mehr möglich sein, ihre Bienenprodukte (die keine Spuren von

gentechnisch veränderten Pollen aufweisen dürfen) zu verkaufen.

Damit wird der Kreislauf der Natur, der Bestäubung, der vegetativen Vermehrung

unterbrochen.

Gesunde Lebensmittel zu produzieren ist den Landwirten und Imkern nur möglich

in einer intakten Umwelt und mit gentechnikfreien Futtermitteln.



Franz Vollmaier (1. Vorsitzender)